Coachings, Fortbildungen, Beratung...
Die Struktur eines Seminars, die Arbeitsmethoden und Techniken richten sich immer nach den Anforderungen und Wünschen der Auftraggeber. Im Vorgespräch bestimme ich gemeinsam mit dem Auftraggeber das zu bearbeitende Gebiet und biete dann eine angemessene Art der Bearbeitung an.
Grundlage der Zusammenarbeit ist immer eine Vereinbarung über
- eine dem Inhalt entsprechenden Dauer der Leistung/Veranstaltung
- den zur inhaltlichen Vorbereitung einer Veranstaltung nötigen Minimalaufwand
- die konkreten Ziele der Leistung/Veranstaltung
- den technischen Aufwand
- die inhaltliche und technische Vorbereitung der Teilnehmer
- eine optional mögliche schriftliche Dokumentation der Ergebnisse
Coaching (Einzel-/Sendungscoaching)
In einem Coaching arbeiten Einzelpersonen (z.B. Moderator, Autor, Redaktionsleiter), homogene Gruppen (z.B. eine Redaktion, eine Autorengruppe, die Sendungsmoderatoren) oder Gruppen aus Mitgliedern unterschiedlicher Gewerke (z.B. Redaktion, Studioregie und Moderatoren) direkt mit dem Coach an ihrem Produkt, also der Sendung, Moderation, Film usw.
Das Coaching orientiert sich an den konkreten Bedingungen des Arbeitsprozesses, um die Sendungen zu verbessern. Im Coaching arbeitet man sich entlang des Arbeitsprozesses und dessen Zwischenergebnissen (Filmteile, Gespräche, Grafiken, Gäste etc.) zu Wirkung und Erscheinung des Gesamtprodukts vor; so können Hinweise mit direkter Reflexion verbunden und Änderungen im Arbeitsprozess als Trockenübung erprobt werden. Inhaltlich kann sich das Coaching auch auf einzelne Aspekte konzentrieren, wie z.B. Bildgestaltung oder Filmtext. Systematisch analytische Hinweise werden beim Coaching an denjenigen Stellen eingebaut, an denen es vom Arbeitsprozess der jeweiligen Sendung her günstig ist. Ein Coaching ermöglicht den jeweils Gecoachten unmittelbare Folgerungen für ihr Produkt und die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken zu ziehen und Entscheidungen vorzubereiten.
Dauer: Wenigstens einige Stunden, bis zu zwei Tage; meist ist es sinnvoll, im Abstand von einigen Wochen je ein kurzes Coaching anzusetzen, damit Reflexion und Erfahrung überprüft werden können.
Im Redaktionscoaching untersucht eine Redaktion ihre interne Organisation sowie die Zusammenarbeit mit den Autoren und den übrigen Gewerken des Hauses. Sie überprüft, angeleitet durch den Coach, systematisch die für das Programm wichtigen Vorgänge, wie Planung, Begleitung von Autoren, Abnahme, Sendungskritik, und entwickelt Alternativen zu den herkömmlichen Routinen.
Die Überprüfung und Straffung der Arbeitsroutinen verschafft der Redaktion freie Energie für das Programm und kann die Mitarbeiter stärken.
Dauer: 1-2 Tage, je nach Schlagzahl der verantworteten Sendungen sollte nach einigen Monaten zur Auswertung ein weiterer Termin folgen
Im Begleitcoaching arbeitet eine Einzelperson (z.B. Moderator, Planungsredakteur, Redaktionsleiter) oder eine Redaktion insgesamt im konkreten redaktionellen Arbeitsablauf mit dem Coach über mehrere Tage hinweg, mit je einer täglichen Reflexionsstunde. Dabei werden möglichst viele für die Sendung und die jeweilige Arbeitsposition relevante Aspekte einbezogen. So erreicht man, dass bestimmte, oft ritualisiert eingefahrene Vorgehensweisen ausdrücklich und kritisch überdacht werden, und dass Änderungen direkt erprobt werden können. Am Ende eines Begleitcoachings sind strukturelle/gestalterische/organisatorische Entscheidungskriterien für die Beteiligten geklärt und dokumentierbar.
Dauer: 3-4, maximal 8-10 Arbeitstage
Im Moderationscoaching arbeiten Moderatoren von Hörfunk oder Fernsehen mit dem Coach an der dramaturgischen Struktur und Wirksamkeit ihrer Moderationen. Sie klären die dramaturgische Rolle der Moderation in der Sendung und erarbeiten eine für die Sendung passende und im Vergleich zu ähnlichen Sendungen unterschiedene Rolle der Moderation (die so genannte Moderationsfigur).
Moderationscoachings sind meist als Einzelcoachings angelegt und werden häufig im Zusammenhang mit einem Redaktions- oder Sendungscoaching durchgeführt.
Dauer: 1-2 Tage; nach einigen Monaten sollte zur Sicherung und Weiterentwicklung ein weiterer Termin folgen
Mit einer Analyse erhalten Redaktionen und/oder Autoren eine an objektiven Kriterien ausgerichtete dramaturgisch-journalistische Einschätzung ihres Produktes. Die Analyse kann einen thematischen Schwerpunkt haben wie z.B. Sendungssteuerung, Dramaturgie oder Text. Die Analyse kann sich auf eine Pilotsendung, ein Sendungskonzept, eine laufende Sendung oder einen einzelnen Film beziehen. Eine Analyse erfordert nicht immer die persönliche Anwesenheit in der Redaktion/beim Autor. Sie wird anhand von Sendungsmitschnitten, Konzepten und Mediadaten erstellt und kann auch Vorschläge zur Entwicklung des Programms enthalten. Analysen sind eine wirksame Methode der laufenden Kontrolle von Sendungen. Man kann durch die Analyse Schwankungen der Zuschauerzahlen innerhalb der Sendung klären und das dramaturgisch-journalistische Ergebnis von Sendungselementen prüfen. Eine Analyse kann schriftlich oder mündlich erfolgen, erfordert aber in jedem Fall Vorarbeit.
Dauer: Von der Länge eines Telefonats bis zur eintägigen Präsentation
Dramaturgische Projektberatung
Eine dramaturgische Projektberatung verbindet (vorbereitete) Analyse und dramaturgische Hinweise von Person zu Person, in der Redaktion oder an anderen Orten. Objekt der Beratung kann eine Film, eine Sendung, ein bereits etablierter Sendeplatz oder eine Neu-Entwicklung sein. Die Projektberatung wird an sensiblen Steuerungsstellen des Arbeitsprozesses platziert, bei einem Film z.B. während der Planung, nach dem Schnitt oder in der Textphase.
Die dramaturgische Projektberatung kann sich auf einen besonderen Aspekt eines Films/einer Sendung beschränken, z.B. auf die dramaturgische Struktur oder den Text, oder einen Themenkomplex umfassen, z.B. die Wirkung von Live-Elementen, Studiogesprächen, Bühne und Regie. Die Projektberatung kann einmalig sein, kann aber auch mit mehreren Terminen ein größeres Projekt begleiten. Die Projektberatung bietet Redaktionen und Autoren die Möglichkeit, ihre eigenen Lösungen zu finden und umzusetzen.
Dauer: Einmalig ein Tag oder mehrere Tagestermine über den Arbeitsprozess verteilt
Fortbildung: Seminar und Training
Ein Seminar ist immer stark auf zu vermittelnden Inhalte konzentriert. Es behandelt in zwei bis vier Tagen ein genau begrenztes Thema, z.B., »Der Filmtext«, »Die Filmabnahme«, »Die Moderationsfigur«, »Dokumentarische Dramaturgie«. Es gibt Einblick in (Theorie-)Hintergründe und vermittelt neue Erkenntnisse und Verhaltensweisen unabhängig davon, in welcher Weise diese dann von den Teilnehmern in ihre Redaktionsarbeit übernommen und angewendet werden. Ein Seminar verschafft den Teilnehmern Überblicke, erläutert Grundsätze und vermittelt Kriterien. Konkrete Arbeitsabläufe kommen nur beispielhaft vor.
Als In-House-Veranstaltung eignen sich Seminare als Basis-Fortbildung; Seminare mit einer Teilnehmergruppe aus unterschiedlichen Sendern bieten durch den „Blick der Anderen“ zusätzlich Innovations- und Erkenntnispotenzial. Die Struktur eines Seminars richtet sich vornehmlich nach den zu vermittelnden Inhalten, der Weg zu diesen Zielen führt über die Fragen und Erfahrungen der Teilnehmer, Hinweise des Seminarleiters, gemeinsame Erarbeitungen und Übungen.
Dauer: 2-4 Tage
Ein Training ist ebenfalls auf einen bestimmten Inhalt ausgerichtet und setzt Kenntnisse aus vorangegangenen Seminaren zum selben Thema voraus. Im Training werden die bereits vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten so eingeübt, dass die Teilnehmer sie beiläufiger handhaben können. Im Training erwerben die Teilnehmer Routine und durch knappe Wiederholungen von Inhalten zugleich eine inhaltliche Vertiefung. Ein Training besteht vornehmlich aus Übungen und konzentrierten Wiederholungen.
Dauer: 2-3 Tage
Einige grundlegende Fortbildungsseminare und -trainings finden Sie unter >>>Termine
Für die Volontärsausbildung einiger Rundfunkanstalten und für Filmhochschulen habe ich spezielle Seminare zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten entwickelt, die inzwischen zum festen Bestandteil der Ausbildung gehören. Der »Basiskurs Fernsehen« im NDR z.B. läuft seit Jahren über mehrere Wochen mit einem festen Team von Trainern, Kameraleuten, Cuttern, Tontechnikern und Aufnahmeleitung.
Ausbildungsseminare werden mit den ausbildenden Einrichtungen inhaltlich und zeitlich genau in den Ausbildungsplan der Volontäre und Studierenden eingepasst.
Die Dauer der Ausbildungsseminare reicht von 3 Tagen bis zu 3 Wochen.
>>>Fernsehdramaturgie: Sendungs-, Sendeplatz- und Filmdramaturgie, Moderation und Präsentation
>>>Dokumentarischer Film: Filmtext, Textperson, Dokumentarische Dramaturgie
>>>Redaktionsmanagement: Filmabnahme, dramaturgische Sendungsplanung und Sendungskritik